Alternativtext



Alternativtext    Alternativtext    Alternativtext    Alternativtext    Alternativtext    Alternativtext   



zurück zur Übersicht Texte

Diese Kunst entfaltet große Leuchtkraft


Unter dem Titel „Lichträume“ zeigt die Kreis-Galerie Arbeiten aus Metall und Plexiglas von Selcuk Dizlek


NÜRNBERG - Hinab in die Dunkelkammer kann man jetzt in der Kreis-Galerie steigen. Nein, es geht nicht um Fotografie, sondern um Lichträume aus Plexiglas.

Selcuk Dizlek, türkischstämmiger Künstler aus dem unterfränkischen Schweinfurt, setzt in seiner Kunst auf Dreierlei: Flexibilität, Leuchtkraft und klare, geometrische Formen. Studiert hat er an der Nürnberger Kunstakademie bei Maler Werner Knaupp, der ihn auch zum Meisterschüler ernannte. Doch die Zeit des Studiums ist ein gutes Jahrzehnt vorbei — dass er bei einem Maler gelernt hat, merkt man seinen Objekten aber immer noch an. Inzwischen hat Dizlek einige Auszeichnungen (unter anderem Anerkennungspreise beim NN-Kunstwettbewerb) eingeheimst, hat am ZKM Karlsruhe oder der Kunsthalle Villa Kobe in Halle ausgestellt und war mit seinen Arbeiten auf diversen Messen vertreten.

Bevorzugtes Arbeitsmaterial des 36-Jährigen, der wieder an seinem Geburtsort lebt, ist Metall und Plexiglas — farbiges, milchiges, transparentes oder fluoreszierendes. Daraus baut er Objektkästen für die Wand oder Mobiles für die Decke, die flexibel auf den jeweiligen Raum (und Geschmack des Käufers) reagieren können. Die hintereinander montierten Farbflächen der Kästen sind verschiebbar. Mit jedem Zentimeter, den man eine Scheibe umpositioniert, verändert sich der Farbverlauf und somit das Gesamtbild. Auch die „Scharniere“ der aneinandermontierten Mobile-Teile sind flexibel.

In der Kreis-Galerie gleich gegenüber vom Germanischen Nationalmuseum zeigt Dizlek rund 20 aktuelle Arbeiten, keine älter als zwei Jahre. Gerne kombiniert er in seinen abstrakten Skulpturen (oder soll man besser von dreidimensionalen Bildern sprechen?) Metallringe oder -Stäbe mit milchigem Plexiglas, das die darunterliegenden Rundungen in sanftes Licht rückt.

Apropos Licht: Die kantigen Stäbe der beiden „Radianten“ im Obergeschoss ändern mit jedem Positionswechsel des Betrachters ihre Farbe, werden zu Zauberstäben in Pink, Grün oder Blau. Und im abgedunkelten Untergeschoss kommen die farbkräftigen Leuchtkästen unter Schwarzlicht ganz besonders gut zur Wirkung.

Kreis-Galerie, Kartäusergasse 14: Selcuk Dizlek: Lichträume. Bis 20. Juli, Mi. 10–16, Do./Fr. 14–18, Sa. 11–15 Uhr

Quelle: http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/diese-kunst-entfaltet-grosse-leuchtkraft-1.3013080 (Stand 08.07.2013)